Mercedes-Teamchef Ross Brawn über Red Bull

Mercedes-Teamchef Ross Brawn sieht seinen Rennstall gegenüber den Formel 1 News zwar in einer besseren Verfassung als in der Vorsaison, doch Red Bull ist dem Team seiner Meinung nach weiterhin überlegen.

 

Bevor die neue Saison beginnt stehen im spanischen Barcelona derzeit die letzten Wintertests auf dem Programm. Dabei setzt Mercedes auf den neuen Boliden W03. Teamchef Brawn steht nun vor einigen letzten Fragen. So gilt das Fahrzeug zwar als zuverlässig, aber wird es auch schnell genug sein, um um die Podestplätze mitfahren zu können? Dem Team bleibt wenig Zeit, letzte Problemzonen am W03 ausfindig zu machen und adäquate Lösungen zu finden.  

Zwar ist Mercedes bisher auf einem guten Weg, doch Brawns Urteil fiel gegenüber den Sportnews von „auto motor und sport“ eher ernüchternd aus: „Wir sind langsamer als Red Bull.“ Dies habe man bei den Auswertungen der Ergebnisse einer Rennsimulation gesehen, die Mercedes parallel zum aktuellen Weltmeister-Team abgespielt habe. Dabei schnitten die Silberpfeile offensichtlich schlechter ab als die Konkurrenz um Weltmeister Sebastian Vettel.

Doch Brawn verkündete nicht nur Negatives, sondern auch erfreuliche Nachrichten: „Die positive Erkenntnis ist, dass unser neues Auto zuverlässig ist und nicht die Reifen auffrisst. Wir müssen aber noch Geschwindigkeit finden – und eine Balance für das Auto, die sich über das Rennen möglichst nicht ändert“, so der Chef von Mercedes, der den W03 insgesamt als eine Verbesserung zum W02 der Vorsaison sieht. 

„Dieses Auto ist eine gute Evolution des letztjährigen Autos“, sagte Brawn und fügte hinzu: „Auf einige der kritischen Bauteile haben wir verzichtet oder wir sind damit in eine andere Richtung gegangen. Der wichtigste Schritt war die Stärkung des Teams in Bezug auf Kapazitäten und Erfahrung. Und es gibt weniger grundsätzliche Probleme mit dem Auto als im vergangenen Jahr.“ Im Vorjahr habe vor allem das ständige Nachbessern viel Zeit gekostet. „Es blieb weniger davon übrig, um am Auto selbst zu arbeiten. Heute sind wir auf einem Stand, wo wir uns voll darauf konzentrieren können, das Maximum aus dem Fahrzeug herauszuholen. Wir sind zwar nicht dort, wo wir sein wollten, aber wir sind sicher viel besser, als wir das vor zwölf Monaten waren.“

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