Formel E startet in Peking mit Knalleffekt

Das erste Rennen der neuen Formel E ist am Samstag, den 13. September 2014 in Peking mehr oder weniger erfolgreich über die Bühne gegangen und endete für einige Beteiligte mit einem Knalleffekt. Im Kampf um die Plätze hat es Nick Heidfeld erwischt und er musste nach einem bösen Crash mit di Grassi das Rennen beenden, während sein Gegner sich als Sieger feiern lassen kann. Das wird mit Sicherheit noch einige Gespräche auffordern, denn so ganz sauber war dieses Manöver zur Verteidigung des Platzes nicht.

Ansonsten aber kann man sagen, dass nicht nur wegen dieses Vorfalls die Formel E spektakulär in die Saison gestartet ist und man sich zu Recht auf weitere Rennen freuen kann. Dass die Motoren wesentlich leiser sind als bei der normalen Formel eins, stört im Grunde überhaupt nicht und tut dem Spaß an der Sache keinen Abbruch. Die Übertragung auf Sky am Samstagvormittag war sehr unterhaltsam auch durch die Möglichkeit, die Akkuleistung in einer Anzeige sehen zu können. In den 25 Runden von Peking konnte man sehr viele Manöver der einzelnen Rennfahrer sehen und es wurde teils verbissen um jeden Platz gekämpft. Aus dieser Sicht gab es keinerlei Unterschiede zur regulären Formel eins oder anderen Motorklassen.

Jeder Fahrer möchte nach dem Staat das Beste für das Team und für sich selber erreichen und das konnte auch die neue Formel E sehr gut transportieren. Glücklicherweise konnte mit Sky Sport ein guter Kooperationspartner gefunden werden, der diesen innovativen Motorsport in die Wohnzimmer bringt. So konnten die Zuschauer nicht nur den spektakulären Unfall am Ende mit Nick Heidfeld sehen, sondern auch den zweitplatzierten Franck Montagny sowie den drittplatzierten Sam Bird, der für Daniel Abt auf das Treppchen durfte. Wenn diese Zweikämpfe in der Intensität so weitergehen, dann darf man sich schon auf die nächsten Rennen dieser noch jungen Formel E Saison freuen.

Die Formel E hatte vor Beginn der Saison viele Skeptiker und es dürfte spannend sein zu beobachten, wie die Reaktionen auf das erste Rennen der Formel E in Peking 2014 ausfallen. Es ist sicherlich eine Umgewöhnung, wenn man statt der Motorengeräusche nur das Surren der Elektro-Motoren hört, aber für die Fans vor Ort gab es ordentlich Musik auf die Ohren und vor dem TV ging es ja auch nicht gerade geräuschlos zu. Eher könnte man irgendwann die im Vergleich dazu lauten Motorengeräusche der anderen Rennklassen als störend empfinden. Aber bis dahin wird es noch eine Weile dauern, bis die Formel E etabliert ist und von allen Motorsport-Fans als eine vollwertige Klasse angesehen wird. Fazit: Action, Spannung und Spektakel geht auch elektronisch.

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