Madrid: Angelique Kerber schlägt Venus Williams

Madrid: Angelique Kerber schlägt Venus Williams

Angelique Kerber fegte am Montagabend in der zweiten Runde der Masters von Madrid ihre Konkurrentin Venus Williams mit 6:4, 6:1 vom Platz. Mit dem Erfolg über die siebenfache Grand-Slam-Siegerin steht die Kielerin nun kurz davor, die deutsche Nummer eins zu werden.

„Das war ein richtig gutes Match von mir“, freute sich Kerber im Interview mit den Tennis News und sagte weiter: „ich wollte unbedingt gut spielen und gewinnen. Am Anfang war ich aber doch ganz schön nervös, weil ich soviel Respekt vor ihr hatte.“ Vom Respekt sah man allerdings nicht viel, denn von Beginn an präsentierte sich Kerber als die dominante Spielerin auf dem Court.

So dauerte es auch nicht lange bis Kerber mit 3:0 in Führung ging, während sich Venus Williams, die inzwischen Rang 72 belegt, mehrere Patzer leistete. Dennoch war es der US-Amerikanerin anzusehen, dass sie alles gab, um sich für die Olympischen Spiele in London zu empfehlen. Zwischendurch sei sie etwas hektisch geworden, so Kerber, die sich nach dem Rebreak zum 1:3 nicht beirren ließ und weiterhin starkes Tennis abrief.

So spielte sie hervorragende Longline-Bälle und ging letztlich wieder mit 4:2 in Führung, wodurch sie die Partie klar dominierte. Dennoch ärgerte sie sich nach wie vor über jeden Punkt, der Williams gelang. Und obwohl sie den Satz sicher mit 6:4 holte, sprach sie nach dem ersten Durchgang minutenlang mit ihrem Trainer, der sie zu beruhigen versuchte. „Er hat mich einfach wieder an unseren Matchplan erinnert“, sagte Kerber, die in den live Sportwetten nun als klarer Favorit galt: „ich wollte eher platziert als hart aufschlagen, weil sie so stark returnieren kann, aggressiv spielen und sie laufen lassen. Ich habe versucht, mich wieder auf meine Stärken und nicht auf sie zu konzentrieren. Das hat dann gut geklappt.“

Gut geklappt ist dabei noch untertrieben – vielmehr hätte Kerber ihre Konkurrentin beinahe mit 6:0 vom Platz geputzt. Während sie ihr eigenes Spiel von der Grundlinie makellos aufzog, trieb sie gleichzeitig Williams zu immer mehr Fehlern, was von den Zuschauern mit Jubelstürmen quittiert wurde. Lediglich beim Break zum 1:5 zitterte Kerber kurz, doch angefeuert von einer deutschen Fangruppe setzte sie Williams schließlich bei deren Aufschlag so unter Druck, dass diese einbrach und letztlich den zweiten Satz mit 6:1 verlor.

„Ich habe seit den US Open einfach so viel gelernt und mein Selbstvertrauen ist groß. Vor allem aber glaube ich jetzt immer an mich. Und ich habe keine Hemmungen mehr vor großen Namen“, freute sich Kerber nach ihrem Erfolg. In der nächsten Runde trifft sie auf die Chinesin Li Na. Bei einem weiteren Erfolg würde sie Andrea Petkovic als neue deutsche Nummer eins ablösen.

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